RADFAHREN IN THAILAND (TEIL 2)

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Abschnitt 1 Prachuap - Ao Manao - Hat Wa Kaw
Abschnitt 2:Bang Saphan (Yai) über Pathiu (92 km) nach Chumphon
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Routenbeschreibung Prachuap - Chumphon:

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Man kann von Prachuap bis Chumphon fast ausschließlich auf Nebenstrecken fahren, das sind etwa 250 km. Der direkte Weg entlang dem H4 sind nur 183 km, wer sich das antun will braucht hier nicht weiterzulesen. Etwa 32 km der Gesamtstrecke muß man dennoch auf der Hauptstrasse zurücklegen, Pioniere und Entdecker vor, vielleicht gibt es auch dort noch den ein oder anderen Umgehungsabschnitt.
Der H4 ist nicht eigentlich gefährlich, denn er ist 4-spurig und großzügig ausgebaut mit einem breiten Seitenstreifen auf dem man als Radfahrer recht sicher fahren kann. Er ist allerdings laut, häßlich und man verpaßt die Schönheiten der Landschaft. 
Abschnitt 1 Prachuap - Ao Manao - Hat Wa Kaw (Sternwarte)
In Prachuap gibt es 2 kleine, preiswerte Hotels. Eines liegt wenige hundert Meter vom Bahnhof entfernt an der von dort in die Stadt führenden Hauptstraße. Es heisst: Yuttichai, Zimmer kosten um die 150 Baht, direkt genüber liegt der Nachtmarkt, wo man sehr gut essen kann.
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Die Besichtigungsaktion des Prachuap Tempelberges, zu der wir uns als Inbegriff einer intelligenten Planung 1 kg Bananen hatten verkaufen lassen, verlief völlig anders als geplant. Eine Affenbande, die dort wohnt, machte der appetittliche Duft derartig wild, daß wir uns in kürzester Zeit noch noch mit einem Stock halbwegs ihrer erwehren konnten. Oben auf der Bergspitze in den eigentlichen Tempelanlagen (von denen wir im Endeffekt wegen Stress gar nichts zu sehen bekamen) wohnten die 'Oberaffen', dominante Männchen, die sich schließlich auch von meinem Stock zu nichts weiter beeindrucken ließen, als zähnefletschend auf Angriff zu gehen. Durchschwitzt und etwas panisch kamen wir unten wieder an und hatten mit knapper Not auch die Mehrzahl der Bananen gerettet.
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Weiterfahrt: Man hält sich in Prachuap in Strandnähe Richtung Süden und kommt am Ortsausgang vor das Tor einer Kaserne. Hier fährt man hinein, wie der ganze übrige Verkehr auch tut. Dem wachhabenden Soldaten am Torbogen sagt man auf Wunsch die Parole 'Ao Manao', das ist der Name des Beach, der offenbar komplett der Air Force gehört, die ihn aber für Besucher freigegeben hat. Etwas verwirrende Straßenführung auf dem Gelände, aber man findet sich durch, immer dem Hauptverkehr nach. Nach wenigen Kilometern ist der Strand erreicht, nette schattige Plätzchen, preiswertes, gutes Essen. Jetzt immer so nah am Meer wie möglich weiter nach Süden fahren. Nach ca. 8 km sieht man bereits aus einiger Entfernung einen hohen Bau, der von einer Kuppel gekrönt ist. Dies ist ein Museum für Astronomie am Hat Wa Kaw Strand. Kurz dahinter führt zwar eine kleine Straße weiter am Meer entlang, es ist aber eine Sackgasse, man ist jetzt gezwungen, nach Westen abzubiegen und erreicht nach ca. 2 km den H4. Ihm folgt man nach Süden und findet bei Kilometerstein 345,5 links eine Straße, die zum Vanakor Beach führt. (Naturpark, schattiger Strand, mit Kasuarinen bewachsen, Bademöglichkeit und Zeltplatz!), Eintritt in diesen Park 10 Baht, Zelten 10 Baht pro Person (im Headquarters direkt am Strand melden), 2 kleine Restaurants vorhanden.
Weiter auf dem H4 kommt man schließlich nach Thap Sakae. Der Ort hat nichts weiter ausser Essmöglichkeiten zu bieten. Von dort geht es leider noch einmal etwa 9 km den H4 entlang bis zum Kilometer 372,7. Dort biegt ein nicht asphaltiertes Sträßchen nach links ab. Nach 6 km hört der feine Schotter (oder rote Lehm?) auf und es beginnt kurz eine Betonpalttenstraße. Es kommt noch einmal ein kleines Stückchen unbefestigter Fahrbahn bis man schließlich nach überquerung eines Bahnübergang eine sehr gute Asphaltstraße erreicht. Unterwegs folgen nach 7,7 km das Haad Kaeo Beach Resort, nach weiteren 2 km der schöne Kee Ree Wong Strand. Insgesamt 13 km seitdem Abzweig auf der Hauptstraße H4 passiert man einen Hügel zur linken auf dem ein riesiger Buddha sitzt und auf das Meer blickt, der Abzweig dorthin ist nur auf Thai, daher leicht verpaßt, das Sträßchen zum Buddha führt ein Stück den Berg hinauf. Man kommt ansonsten an einem Wat (Don Samran) vorbei und in ein kleines Fischerdorf mit bunten Booten auf dem Fluß. Hier kann man direkt links abbiegen und den schönen Ban Krut Strand erreichen. Amsüdlichen Ende des Strandes (3 km) wechselt man in direkter Meernähe auf eine kleine, traumhaft gelegene Betonplattenstraße der man 8 km folgen kann, bis die Route einen kurzen Knick ins Landesinnere macht um jetzt nicht mehr am Meer sondern an einer flachen Lagune entlang weiter nach Süden führt. Bang Saphan ist 36 km vom ersten Azweig auf dem H4 entfernt. Am Strand von Ban Saphang gibt es preiswerte Bungalows (100-150 Baht) wo man unter Kokospalmen direkt am Strand übernachten kann. Dazu muß man die H3374 finden. Sie führt 30 Meter neben der Thai Farmers Bank im Ort nach Süden. Bei Kilometer 5 biegt links eine Straße ab, die recht hügelig ist. Hier muß man beherzt bis zum Strand durchfahren, rechts liegt ein teures Coral Hotel, zur Linken, ein bisschen im Hintergrund, Lolas Bungalows.
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Unter schattigen Kokospalmen verstreut stehen direkt in unmittelbarer Strandnähe kleine Bungalow-Holzhäuschen auf Stelzen, die hinter einer kleinen Veranda einen einzigen, luftigen Bretterraum von vielleicht 3 mal 3 Metern haben. Durch die sonnendurchfluteten Palmen sieht man direkt aufs Meer hinaus, Blumen blühen, Hunde liegen gähnend im Schatten und bunte Hähne scharren im Sand. Heute morgen kam ein Mann mit Affe an der Leine, der die Kokosnüsse oben von der Palme lösen mußte. Sie schlugen mit einem mächtigen, dumpfen Schlag auf den Sand auf. Die sanitären Einrichtungen sind in einer Art Garagenzeile untergebracht, die Elektroinstallation ist kriminell. Mit dem Wasser aus dem Hahn, welches kristallklar ist, wollte ich heute nachmittag einen Tee kochen, mußte es aber nach kurzer Kochzeit wegschütten, weil es eine weiße Substanz ausflockte.

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Abschnitt 2:Bang Saphan (Yai) über Pathiu (92 km) nach Chumphon
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Der H3374 in Strandnähe für 27,5 km nach Süden folgen. Links abbiegen Richtung Osten weitere 4,2 km, dann scharf nach rechts wenden. Nach 6,4 km kommt man an eine T-Kreuzung. Empehlenswerter Umweg: links zum Fischerörtchen Ban Bang Bird, sehr nett, nur weinige hundert Meter, kleine Restaurants am Strand, sehr schöner Blick vor allem auch Richtung Süden auf bizarre Felsformationen. Rechts nur 700m weiter, dann abbiegen nach links, 9 km führt die Straße durch die Sanddünen und man erreicht nun wieder eine T-Kreuzung. Zur Linken liegt ein Pier und eine Reihe von Fischerhütten (keine Rast- oder Versorgungsmöglichkeit), nach rechts geht die Straße auf den folgenden 13 km an vielen shrimp-Farmen vorbei und es wird hügelig. Man kommt nun an eine Kreuzung, wo man links nach Thung Maha ans Meer gelangen könnte, fährt jedoch geradeaus weiter. Nach 5,5 km rechts halten und nach weiteren 4,5 Kilometern befindet man sich am Ortseingang von der Kleinstadt Map Amarit. Hier führt die Straße nach rechts direkt in den Ort hinein, wo es auf der linken Seite der Hauptstraße ein einfaches (Amarit) Hotel gibt mit einfachen Zimmern schon unter 200 Baht. Will man den Ort dagegen umfahren, fährt man an dieser Stelle links weiter und kommt nach einem knappen Kilometer auf eine Kreuzung, wo eine recht neue Straße nach links (ein wenig in rückwärtiger Richtung) wegführt. Schrägrechts käme man wiederum in die Stadt. Da wir dort schon waren oder nicht hinwollen nun also die genannte Straße links für 14 km durch Kautschuk- und ölpalmplantagen. Dann an einer Einmündung hält man sich rechts (bleibt quasi in Fahrtrichtung). Es folgt irgendwann in erster Bahnübergang, dann ein Tempel zur Rechten, auf der anderen Seite der Straße ein paar Foodstalls und ähnliches und schließlich nach 7,5 km zweigt eine Straße nach links über einen weiteren Bahnübergang und führt direkt auf den Tempelberg von Pathiu zu, auf dem ein großer goldener Buddha steht. Im Grunde kann man von hier aus Chumphon in 32 km erreichen über die Straßen H3201 und H3180, es empfiehlt sich aber einen weiteren Abstecher an den Thung Wua Laeng Strand zu machen, der auf der Hälfte der Strecke liegt. Dort kann man schön baden, gut essen und es gibt auch übernachtungsmöglichkeiten in Bungalows verschiedener Preisklassen.
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In Ban Thung Wua Laen, dem Ort am nördlichen Ende des Beaches, kamen wir gerade rechtzeitig um ein Tempelfest zu erleben (Pfarrfest). Eine Kapelle machte einen Heidenlärm, wozu sie auch einen entsprechenden Verstärker mobil auf einen Handkarren geladen hatten. Trommler trommelten, ein Quäkinstrument hielt die Melodie in Ehren. Eine Gruppe von Leuten tanzten in der Mittagshitze dazu, andere blieben mehr in den Zuschauerrängen und im Schatten der Bäume, so wie wir. Schließlich kamen zwei fast kahlrasierte Mönche, wurden von zwei Männern auf die Schulter gehoben, von anderen mit orangeroten Schirmen gegen die Sonne geschützt und es bildete sich eine Art Karnevalszug, zwei Fahnenträgerinnen voran, die Tanzenden, eine gemischte Gruppe mit den Mönchen und die Kapelle zogen im Uhrzeigersinn um den Tempel herum. Woher eine zweite Band plötzlich kam, weiß ich nicht, vielleicht war es auch nur die eine, in der ein Musiker den anderen nicht mehr hörte oder auch schlicht zu betrunken geworden war um noch anderes als Improvisationen abzuliefern, jedenfalls musikalisch wurde das Ganze in dieser Phase der Festlichkeiten eher eine Zumutung. Das störte aber keinen, die Tänzer hielten sich an ihr Bier, mich wollten sie auch einmal auf die Tanzfläche zerren, ich weigerte mich jedoch mit Erfolg, mußte dann aber an der Bierflasche einen Zug nehmen. Im Schatten ging es ruhiger zu, aber der Mekongwhiskey war auch hier wohl mit von der Partie. .
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Chumphon selbst ist eine größere Stadt, es gibt weiter keine Sehenswürdigkeiten aber z.B. Geldautomaten an verschiedenen Banken und natürlich die Fährverbindungen auf die Taucherinsel Ko Tao (von manchen Ko Tauch genannt).
Fährverbindung nach Ko Tao: Die Fährpiers liegen 8 km vom Stadtzentrum entfernt bei Pak Nam Chumphon, leicht mit dem Rad zu erreichen auf der Straße Nr.4001. Das Expressboot fährt morgens um 7:30 (Fahrzeit 2 1/2 Stunden) von einer Anlegestelle zu der man ca. bei km 7, wenn die ersten großen Schilder auftauchen, links abbiegen muß, nicht geradeaus über die Brücke fahren! Fahrradmitnahme ist kein Problem, die Räder werden einfach mit Gepäck über einen Steg an Deck geschoben, kosten 100 Baht pro Stück, was 1/4 der normalen Fahrkarte ist. Auf Ko Tao ist mit einem Rad so gut wie nichts anzufangen, aber irgendwo muß man das gute Stück ja lassen. Es gibt auch eine normale Fähre (Fahrzeit 6 Std. !), die um Mitternacht fährt und über die wir nicht viel Gutes gehört haben, aber wenn man eine übernachtung sparen will, warum auch immer.... Viel Spaß und gute Fahrt! Bitte schreibt mir, wenn ihr Fragen oder Informationen zum Thema habt!
weitere Informationen im internet:
www.tourismusthailand.org
www.amazingthailand.th